Geschichte der Schule 1933 - 1945 - AD 100

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Geschichte der Schule
Ab 1933Nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten fanden auch am AD HJ-Werbestunden und Vorführungen von Propagandafilmen statt. Im Sportunterricht wurden nun auch wehrkundliche Übungen durchgeführt.
Vom 11.12.1933 bis zum Weihnachtsfest fand der erste Landschulheimaufenthalt in Elkeringhausen statt.

April 1933Ablösung des lange erkrankten Schulleiters Dr. Fischer durch Dr. Schulz, der sich zunächst positiv zur neuen nationalsozialistischen Regierung äußerte
1934
Aufgrund eines entsprechenden Erlasses Gründung der "Schulgemeinde" bestehend aus HJ-Vertretern, Eltern und Lehrern.
Oktober 1934Lehrerkonferenz beriet über die Umsetzung des Ministererlasses zur Vererbungslehre und Rassenkunde.
Januar 1935Protestaktionen u.a. von Kurt Gerstein im Stadttheater gegen die Aufführung des "unchristlichen" Stückes "Wittekind"; wahrscheinlich sind auch AD-Schüler an diesen Protestaktionen beteiligt gewesen.
1935Schulfest zum 20-jährigen Bestehen der Schule. Der Schulchor, bestehend aus 138 Schülern, sang Schillers "Lied von der Glocke" in der Vertonung von A. Romberg. Das Schulorchester spielte anschließend zum Tanz auf.
Erste Schullandheim-Fahrt nach Waldmannshausen.
1936222 der in insgesamt 256 Schüler waren in der Hitlerjugend organisiert. Namentlich bekannt sind 4 Lehrer, die NSDAP-Mitglieder waren.
1937Umwandlung des Realgymnasiums in ein altsprachliches Gymnasium mit dem Namen "Albrecht-Dürer-Gymnasium" (AD).
Sprachenfolge: Latein – Griechisch - Englisch – Französisch
Klassentausch mit dem städtischen Gymnasium an der Goldbergstrasse. 
Abschaffung der Oberprima.

Ablösung des bisherigen Direktors Dr. Schulz durch Dr. Mahnken.
Die strukturelle und personelle Umgestaltung hatte auch zum Ziel, dass "das frühere Kollegium der Anstalt seinen politisch und konfessionell einseitigen Charakter verlieren sollte". (Oberpräsident der Provinz Westfalen an den Minister für Wissenschaft, Erziehung und Volksbildung in Berin am 28.11.1938)

Unterbringung des neugegründeten "Staatlich pädagogischen Bezirksseminars für die Ausbildung von Lehrern" im AD; die Leitung des Bezirksseminars übernahm Dr. Mahnken als Schulleiter des AD.
30.09.1940Die ersten 10 Schüler werden zur Wehrmacht eingezogen, gleichzeitig wird ihnen das Abitur zuerkannt.
03.12.1941Verhaftungen von AD-Schülern wegen ihrer Mitgliedschaft in der katholischen Jugendgruppe "Neudeutschland". Dieter Büenfeld wurde vor den Augen seiner Mitschüler in der Schule verhaftet. Joachim Degenhardt und andere wurden zu Hause verhaftet, später für ca. 3 Wochen in der Dortmunder Steinwache inhaftiert
1943Einrücken der Schülerjahrgänge 1926, 1927 und 1928 als Flak-Helfer.
25.06.1943Wegen zunehmender Bombenangriffe Schließung des Unterrichtsbetriebs an der Heinitzstrasse.
22.07. 1943Ca. 100 AD-Schüler wurden im Rahmen der Kinderlandverschickung in ihrer Mehrzahl nach Stolp (dem heutigen polnischen Slupsk) evakuiert und dort meist in Familien untergebracht.
Ab Oktober 1943Weiter zunehmende Bombardierungen Hagens, das Gebäude des AD wurde  beschädigt, war aber grundsätzlich noch funktionsfähig.
Ab Weihnachten 1944
Beginnende Rückkehr der Schüler teils in Gruppen mit ihren Lehrern, teils mit die Schüler abholenden Eltern, teils auch ganz alleine von Stolp nach Hagen.
08.03.1945Sowjetische Panzer besetzten Stolp, am nächsten Tag machten sich die letzten AD-Schüler mit ihren Lehrern auf den Weg nach Hause und kamen einigermaßen wohlbehalten im völlig zerstörten Hagen an.
1945 / 1946Das Schulgebäude wurde teilweise genutzt durch die Firma Cordes, die städtische Bücherei und das Bauwirtschaftsamt.

© Albrecht-Dürer-Gymnasium
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